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Bildungsangebot Berufsorientierung - Bogy

Berufsorientierung am Gymnasium (BOGY) am MLG

Damit sich auch Gymnasiasten möglichst früh mit der Frage ihrer späteren Ausbildung und Berufsentscheidung auseinandersetzen, führen wir im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung eine Berufserkundung (BOGY) für alle Schüler/ innen der Klassen 10 durch. Dieses Praktikum dauert in der Regel eine Woche und Schüler sollen dies mit einem Praktikumsbericht dokumentieren. BOGY ist ein Teil eines Gesamtkonzeptes zur Beratung der Schüler bei ihrer Berufs– und Studienwahl am MLG. Fortgeführt wird dies in der Kursstufe durch einen Studieninformationstag und den After – School – Workshop. Eine Übersicht über unser Bogy-Konzept 1012/13 finden Sie hier.

Diese Erkundung soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, ein Berufsfeld kennen zu lernen, das zum gegenwärtigen Zeitpunkt ihren Neigungen entspricht. Wie muss ich mich bewerben? Was erwartet der Arbeitgeber von mir? Wie ändert sich mein Tagesablauf durch neue Arbeitszeiten? Das Profil des Gymnasiums bringt es mit sich, dass dabei Berufe im Vordergrund stehen, die das Abitur und eventuell auch ein Studium voraussetzen. Die Berufserkundung ist daher nicht als ein Praktikum im üblichen Sinne gedacht. Vielmehr soll sie neben praktischer Mitarbeit auch alle anderen Aktivitäten umfassen, die geeignet sind, ein realistisches Bild des Berufs zu vermitteln. Zwei Praktikumsberichte aus dem Jahr 2011 finden sie hier.

Eine Schülerin und eine Schüler berichten: BOGY-Praktikum am Klinikum Mittelbaden gGmbH auf der Kinderstation und in der Notaufnahme

 Schülerin: Es war absolut meine Welt... Auch wenn viele diesen sterilen, etwas herben Duft, die piepsenden Maschinen nicht leiden können – ich könnte ewig dort sein, in diesen Krankenhäusern. Das Praktikum auf der Kinderstation im medizinischem Bereich hat mich durch viele Erfahrungen bereichert. Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Praktikumszeit mit den Ärzten verbringen durfte. Jeden Morgen um 8 Uhr trafen sich die Stationsärzte um jeden Patienten und dessen Krankheitsbild zu besprechen. Ich würdige es sehr, dass sich die Ärzte wirklich um jeden Patienten mit so viel Mühe und Geduld kümmern. Das Wohl der Patienten steht somit an oberster Stelle. Nach der Besprechung folgte zu meiner Überraschung sehr viel Verwaltung, was in meiner Vorstellung bisher nicht vorhanden war. Vor allem wurden einige Patientenentlassungsbriefe geschrieben, worauf dann auch schon die Entlassungen folgten. Kinder, denen schon geholfen werden konnte, fühlten sich so stark, dass man diese Stärke und Lebensfreude schon spürte, wenn man das Zimmer betrat. Umso mehr spürte man dann bei der morgendlichen Visite den Schmerz der Kinder und die Trauer der Eltern, die noch nicht geheilt waren. Bei der Visite besuchten wir alle Patienten und untersuchten sie noch einmal kurz. Dabei war vor allem der richtige Umgang wichtig, da jedes Kind anders ist und anders reagiert. Es geht von lebendig und offen bis phlegmatisch oder gar unkooperativ.

Meningitis, Thrombose, Appendizitis waren alles Krankheiten, die ich täglich zu sehen bekam.

Nach der Visite folgten viele Untersuchungen von neuen Patienten. Das Blut abnehmen wurde für mich bald zur Selbstverständlichkeit, worauf ich die Blutproben dann ins Labor brachte. Mich faszinierte vor allem auch, wie ernst die Ärzte jeden einzelnen Patienten nehmen. 24-Stunden-Schichten, unbezahlte Überstunden sind für die Ärzte nichts Ungewöhnliches.

Gegen Mittag folgte dann mein persönliches Highlight. Grün war angesagt – ich durfte mit in den OP. Hygiene stand an oberster Stelle und akkurates Arbeiten ist hier gewiss. Eine Sectio, auch bekannt als Kaiserschnitt, wurde durchgeführt. Der Säugling wurde mehr oder weniger kräftig an den Beinen heraus gezogen. Dies war eine kurze Operation, aber dennoch eine unheimlich spannende Erfahrung für mich. Das Schreien, die Freude der Eltern und das Kind zauberten bei allen Anwesenden ein Lächeln auf die Lippen. Ich zähle diesen Moment zu den schönsten in meinem Leben. Deswegen möchte ich mich bei den Lehrerinnen und Lehrern des MLG bedanken, die am BOGY mitgewirkt haben. Selbstverständlich danke ich auch der Stadtklinik Baden-Baden für die intensive und freundliche Betreuung.

 

Schüler: Vom 02.Mai – 06.Mai 2011 fand am Markgraf-Ludwig-Gymnasium das alljährliche BOGY statt, welches ich in der zentralen Notaufnahme (ZNA) in der Stadtklinik Baden-Baden absolvierte.

Am Montag, den 02.05., direkt nach den Osterferien ging es um halb acht los. Nachdem ich im Krankenhaus angekommen war, wurden mir die Räumlichkeiten von einem Pfleger vorgestellt, zum Beispiel die sechs Behandlungsräume, die Krankenzimmer, den Schockraum, sowie weitere wichtige Räume, in denen ich die nächste Zeit arbeiten durfte. Nach dieser Führung gab es dann noch die richtige Arbeitskleidung (ganz in weiß). Als Praktikant durfte ich mir aussuchen, in welche Räume ich mitgehen wollte und in welche nicht. Da ich mich „als Arzt beworben“ habe, war ich die ganze Zeit an der Seite eines Chirurgen und durfte auch dementsprechende Aufgaben erledigen. Während meines Aufenthaltes in der ZNA durfte ich sehr viel sehen und auch mithelfen. Unter anderem durfte ich beim Blut abnehmen helfen, beim Abhören und Abtasten eines Patienten und beim Nähen von Wunden. Das Krankheitenspektrum, welches ich sehen durfte, reichte von verschiedenen Knochenbrüchen über Blinddarmentzündungen, Gelbsucht und Gehirnerschütterungen bis hin zu Herzinfarkten.

Während meines Aufenthaltes hat mir besonders gut gefallen, dass ich sehr viel mithelfen durfte, statt nur in der Ecke zu stehen und zuschauen, die humanen Arbeitszeiten und vor allem das nette Personal, welches ich immer fragen konnte, wenn ich Hilfe brauchte oder etwas nicht verstanden hatte. Die ganze Woche über habe ich dann verschiedene Ärzte begleitet und konnte viele Erfahrungen mitnehmen, die mir auch bei meinen Zukunftsplänen geholfen haben.

Am Ende meines Berichtes möchte ich dem ganzen Krankenhauspersonal der Notaufnahme danken, den Schwestern, den Ärzten und vor allem den Chirurgen Dr. Bientzle und Dr. Sahin, die mich während der gesamten BOGY-Woche begleitet haben.

 

Text: Gallinat

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Fr 6. October, 19:00 - 23:00 Uhr
Ehemaligenfest 125 Jahre MLG
Do 12. October, 18:30 - 20:00 Uhr
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Do 12. October, 20:00 - 21:30 Uhr
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