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Schulleben Projekte NWT Projekt Luchs-Pfad

Luchspfad-Projekt

Ein NWT-Projekt der Klassenstufe 8 am MLG seit dem Schuljahr 2007/08

Der Luchspfad Baden-Baden wurde gemeinsam von der Stadt Baden-Baden und dem NABU konzipiert und geplant. Der Bau und die Ausführung erfolgte durch das Städtische Forstamt. Realisiert werden konnte er durch die Unterstützung des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord und verschiedener Sponsoren. Mit dabei ist auch die NABU-Ortsgruppe Baden-Baden mit ihrem Vorsitzenden Dirk Müller, Ornithologe und ehemaliger Biologielehrer am MLG. Die ersten Kontakte zu Wildtierexperte Michael Hug vom Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz (ILN) in Bühl wurden schon 2007 durch StD Rösch geknüpft, der im Rahmen eines Bogygesprächs von Herrn Hug auf die damals noch frühen Planungen zum Luchspfad aufmerksam gemacht wurde. Nachdem StD Goy bei einem weiteren informativen Gespräch bei Herrn Hug genauere Einzelheiten auch über die Mitwirkungsmöglichkeiten des Markgraf-Ludwig-Gymnasiums erfahren hatte, war schnell klar, dass wir diese einmalige Chance, bei einem so großen Projekt mitarbeiten zu können, nicht verpassen wollten. Einerseits sollten wir das Projekt pädagogisch begleiten, andererseits auch bei der praktischen Arbeit mitwirken. Um das Projekt nachhaltig in der Schule zu verankern, wurde es durch Beschluss der NWT-Fachkonferenz in das NWT-Curriculum der Klassenstufe 8 aufgenommen. 

So fing es an 2007/2008

Nach einem ersten Vortrag von Herrn Hug zur Biologie des Luchses konnten wir am 5. Juni 2008 Dr. Hohlfeld von der Luchsinitiative Baden-Württemberg aus Freiburg zu einem Luchsexpertenvortrag gewinnen.


Sein hochinteressanter und fesselnder Vortrag steht seither am Beginn des Schuljahres als Einstieg ins „Luchsjahr“ der Klassenstufe 8 auf dem Programm.

 

 

 

So ging es weiter 2007/2008

Am 12. Juni 2008 folgte das nächste Highlight – eine Exkursion zum Wildpark Pforzheim, um echte Luchse in Aktion zu sehen.

 

Während einer Schaufütterung kann man dort das unglaubliche Sprung- und Klettervermögen und das Jagdverhalten der Wildkatzen beobachten.

 

 

 

 Arbeitseinsatz 2007/2008

Im Unterricht folgte die thematische Aufarbeitung zum Thema Luchsbiologie und als weiterer Höhepunkt des NWT-Schuljahres ein Arbeitseinsatz am entstehenden Luchspfad im Bereich Plättig an der Schwarzwaldhochstraße. Die Waldarbeiter des Forstamtes hatten schon mit Motorsägen den künftigen Pfad freigesägt. Nun war es unsere Aufgabe, in Gruppen aufgeteilt und unter Anleitung eines Mitarbeiters des Forstamtes, den Pfad von Stämmen, Ästen und Zweigen zu befreien und begehbar zu machen. Der harten Arbeit folgte die Belohnung. Herr Hauck, Forstamtsleiter der Stadt Baden-Baden, hatte freundlicherweise für Verpflegung gesorgt. Ein zweiter geplanter Arbeitseinsatz scheiterte an wolkenbruchartigen Niederschlägen, die einen Einsatz aus Sicherheitsgründen nicht zuließen.

 Unterricht 2008/2009

Die neuen NWT-Schüler des Schuljahres 2008/09 fanden auf verschiedenen Wegen Zugang zum Thema Luchs. Zum einen durften sie die Fragen zum Luchspfadquiz entwickeln, das inzwischen fertiggestellt ist und als Flyer von der Homepage des NABU heruntergeladen werden kann. Auch die Entwürfe zu den Informationstafeln der 24 Luchspfadstationen wurden von Schülern begutachtet. Weitere Projekte waren der Bau von einfachen Geräten zur Naturbeobachtung, sowie die Entwicklung von Modellen für eine Station des Luchspfades zum Thema „Richtungshören“. Die Auswahl eines umsetzbaren Modells erfolgte im September 2009, der professionelle Bau und die Errichtung am Luchspfad soll im Frühjahr 2010 realisiert werden. Finanziert wird diese „MLG-Station“ von der NABU-Ortsgruppe Baden-Baden. Auch die Themen „Erkundung des Lebensraums des Luchses“ und Untersuchungen zu seinem besonderen Bewegungsverhalten fanden Raum im Unterrichtsgeschehen.

Eröffnungsfeier 06.07.2009

130 geladene Gäste fanden sich gegen 12:30 Uhr an der Informationshütte des Luchspfades ein.

Nach der Begrüßung durch OB Wolfgang Gerstner eröffnete Minister Peter Hauk, Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg, in Anwesenheit des NABU-Landesvorsitzenden Dr. Andre Baumann und Landrat Peter Dombrowsky, Vorsitzender Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord den Luchspfad Baden-Baden.

Die musikalische Umrahmung gestaltete die Percussion-AG des MLG unter Leitung von unserem Musiklehrer Raimund Sturm.

 

Bericht eines Schülers von der letzten Luchspfad-Begehung 2013

Um 7.45 Uhr starteten wir beim Schulhof unseren Klassenausflug zum Luchspfad. Mit Hilfe unserer fleißigen Eltern erreichten wir unser Ziel. Eine Frau des Nabu (Naturschutzbundes) begleitete uns, um unsere vielen Fragen zu beantworten. Als erstes kamen wir an einer kleinen Kapelle vorbei, dann gingen wir weiter und entdeckten ein Tier, es war ein Luchs, wegen ihm waren wir ja zu unserem Ausflug aufgebrochen. Diese Tiere sollten bei unserem Ausflug ja das Hauptthema werden. Unsere Führerin erzählte, dass Luchse sehr schlau sind. Wir wanderten weiter und erreichten eine Hütte, auf dem Weg dahin mussten wir über viele Wurzeln und große Steine gehen. Die Frau zeigte uns anhand einer Karte, in welchen Gebieten die Tiere ihren natürlichen Lebensraum haben. Dann erzählte sie uns etwas genauer wie der Luchs sich an seine Umgebung angepasst hat. Er hat große dreieckige Ohren mit kleinen Pinseln an den Spitzen, man nennt sie deshalb auch Pinselohren. Der weiße Backenbart dient der Verständigung. Die Hinterbeine der Luchse sind stark und muskulös, um große Sprünge über Hindernisse machen zu können. Aber sehr wichtig ist auch die Farbe des Fells, ohne das wäre er nicht getarnt. Luchse werden ausgewachsen etwa Schäferhund-groß. Luchse kann man von Katzen unterscheiden indem man schaut, ob der Schwanz kurz oder lang ist. Der Schwanz des Luchses ist nämlich kurz. Luchse kreischen nur bei der Paarung, sonst sind sie sehr leise und schleichen durch die Natur. Wir sahen auch Spuren von einem Luchs und folgten diesen, dabei kamen wir an vielen Sträuchern vorbei. Unser Lehrer Herr Goy sagte, es wären Blaubeersträuche und viele Tiere würden sich davon ernähren, aber am meisten fressen Auerhühner diese Beeren. Auf dem Weg zum nächsten Hinweis sahen wir viele umgekippte Bäume und kleine Verstecke von Tieren. Unsere Begleiterin wusste weiter zu berichten: Viele Leute sagen, Luchse wären gefährlich, aber sie sind so scheu, dass man sie kaum zu Gesicht bekommt. Sie sagte, dass der Luchs sich geschmeidig durch Laub und Gebüsche an seine Beute heranpirsche. Die Krallen sind beim Rennen oder Jagen ausgefahren. Wir liefen weiter und sahen ein Reh. Das Reh hat ein Winter- und ein Sommerfell. Wenn das Reh noch klein ist hat es Flecken und heißt Reh-Kitz.

Der Luchs frisst Mäuse und Vögel, seine Hauptnahrung sind Rehe, um zu jagen braucht der Luchs sehr gute Augen. Beim nächsten Hinweis sahen wir ein Eichhörnchen. Viele hatten es erst nicht gesehen, doch dann bemerkten sie das orangefarbene Fell und die großen Zähne. Eichhörnchen fressen Eicheln (Nüsse) und auch gestohlene Eier von Vögeln. Beim nächsten Hinweis erfuhren wir wieder etwas über den Luchs. Er bevorzugt große Felsen als Liegeplatz. Wir folgten der Spur des Luchses weiter und fanden eine Statue. Die Frau erzählte uns dass die Birke eine der Bäume ist der gern allein steht, das er sehr oft in den Gebieten vorkommt in denen der Luchs lebt. Wir erfuhren auch das Luchse sehr faule Katzen sind und gern in der Sonne liegen. Als wir die Statue hinter uns gelassen hatten sahen wir viele Höhlen für Luchse. Sie sind wie ihre Beute nachtaktive Tiere, deswegen haben sie Augen die in der Dunkelheit sehr gut sehen können. Bei schlechtem Wetter verschläft der Luchs den ganzen Tag. Am nächsten Hinweis angekommen sahen wir einen Hirsch. Die Hirsche werfen ihr Geweih nach dem Winter ab. (Es wächst wieder nach). Hirsche haben dieses Geweih, um sich bei der Paarung zu duellieren und dem Gegner Angst einzujagen. Dann hatte unsere Führerin von der Nabu uns Bilder von Luchsen gegeben. Immer zwei waren die gleichen, wir mussten die Bilder ordnen dann ging es weiter. Luchse haben einen guten Gleichgewichtsinn sagte uns Herr Goy. Auf den Weg zum nächsten Hinweis liefen wir über einen Bach, als wir angekommen waren sahen wir viele Pilze, die an Bäumen und Steinen hingen. Doch dann sahen wir, dass uns noch etwas viel Interessantes erwartete, eine Schlange, eine richtige Schlange die noch sehr jung war. Die Frau vom Naturschutzbund hatte sie gefunden. Nachdem wir die Schlange wieder frei gelassen hatten kamen wir zu einem Platz. An diesem konnte man sehen wie hoch und weit ein paar Tierarten springen. Zuerst schauten wie uns an wie weit sie springen können, z.B.: der Feldhase 2,5m, der Fuchs 3,5m, der Luchs 4m, das Reh 4,5m und der Rothirsch 5m. Danach schauten wir uns die Höhe der Springer an, z.B.: das Eichhörnchen 0,5m, das Reh 1,4 m, der Feldhase 1,5m, der Rothirsch 1,8m, der Fuchs 2m und der Luchs 2,4m.

 Luchse haben starke Hinterläufe und können daher bis zu 50 km/h schnell rennen. Den nächsten Hinweis mussten wir überspringen, da wir pünktlich zur Rückfahrt an der Bushaltestelle sein wollten.Trotzdem erfuhren wir noch so einiges: Luchse gehen an eine geschützte Stelle um von Menschen ungestört ruhen zu können. Sie sind ausschließlich Fleischfresser. Um an seine Nahrung zu kommen, muss der Luchs sich lautlos an seine Beute anschleichen. Er tötet blitz schnell und schmerzlos. Um zu überleben braucht er ein durschnittlich Fleisch von einem Reh pro Woche.

 Beim Ruheplatz gab es viele Bilder von Tieren. Danach ging es weiter zum nächsten Hinweis. Luchse sind Einzelgänger und brauchen ein großes Revier (über 100 Quadratkilometer ). Nur zur Paarungszeit kommen Männchen und Weibchen zusammen. Bei dem nächsten Hinweis sahen wir ein Fuchs der sich hinter Gebüsch versteckte. Wir kamen an einer Hütte vorbei an der wir Fußspuren entdeckten: Fahrradspuren, Reh, Wildschwein, Eichhörnchen und viele andere Spuren. Wir gelangten auch an ein Gerät das die Stimmen von Tieren nachahmt. Vor 400 Jahren lebten noch Luchse in Baden – Württemberg, doch die Tiere wurden gejagt und vor 300 Jahren sind sie leider endgültig ausgestorben. Niemand weiß genau, woher die Luchse stammen. Wir konnten auch noch hören, dass der Auerhahn sehr große Füße hat und damit auf dem Schnee laufen kann.

 Wir machten eine Pause und sprachen dann über die Sachen die wir gelernt hatten danach ging es weiter. Mit vielen Informationen und um einiges schlauer kamen wir doch ziemlich fertig am Augustaplatz an. Trotz dem anfänglichen geringen Interesse fanden alle den Ausflug doch sehr gelungen.

 

Text/Fotos:Goy

 

Nächste Termine

Di 26. September, 18:00 - 20:00 Uhr
Kennenlernabende Klasse 5 a - c
Mi 27. September, 18:00 - 20:00 Uhr
Elternseminar GFS (Klassen 7)
Fr 29. September, 07:45 - 10:00 Uhr
"Jubiläumstage" (Vorbereitungstag)
Fr 29. September, 10:00 - 21:00 Uhr
Ausflug des Kollegiums (Nationalpark)
Mi 4. October - ganztags
Jubiläumstage (Projekttage zum Schuljubiläum)
Fr 6. October, 17:00 - 18:30 Uhr
Festakt 125 Jahre
Fr 6. October, 19:00 - 23:00 Uhr
Ehemaligenfest 125 Jahre MLG
Do 12. October, 18:30 - 20:00 Uhr
Klassenpfegschaftssitzungen Klasse 5 und 6
Do 12. October, 20:00 - 21:30 Uhr
Klassenpfegschaftssitzungen Klassen 7 und 8
Di 17. October, 18:30 - 20:00 Uhr
Klassenpflegschaftssitzungen Klassen 9 und 10

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